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Diesmal haben uns die Krefelder Melodic Powermetaller, deutsche
Güteklasse A aber wirklich lange warten lassen. Vier Jahre ohne
BLIND GUARDIAN Album, das hat es ja noch nie gegeben.

Man hat sich also eine kleine Pause gegönnt und als die Kreativität
wieder raus wollte frisch ans Werk gemacht. Heraus gekommen ist A
NIGHT AT THE OPERA, wobei der Titel ja auch schon mal auf einem
erfolgreichen Queen Album stand und die Jungs um Sänger Hansi Kürsch
diesen Einfluß ja auch musikalisch nie verheimlicht haben.
Zwei Sachen fallen nach mehrmaligen Durchgängen dem Hörer auf. Erstens
ist logischer Weise oder wie zu erwarten war die Sound Qualität erste
Sahne und die Produktion druckvoll und bombastisch wie von BLIND
GUARDIAN gewohnt. Die Chöre sitzen perfekt, das Schlagzeug hat den
nötigen Bumms und die Gitarren sind sogar ab und zu mal tiefer
gestimmt. Zweitens fühlt man sich musikalisch eher mehr als vier
Jahre in der Discografie zurückversetzt.

Vielleicht auch weil "Nightfall In Middle Earth" ein Konzeptalbum mit
Zwischenspielen war, erinnern die neuen Songs eher an die 1995er
Scheibe "Imaginations From The Other Side". Progressive, melodische
und natürlich auch härtere Töne sind mit Liebe zusammengefügt.
Natürlich dürfen auch die folkloristischen Elemente nicht
fehlen, kommen aber nicht so stark wie früher zum Zuge. Kurz gesagt
war die Vorabsingle "And Then There Was Silence" ein guter Überblick
auf dass was uns die gesamte Scheibe bietet. So bleibt dieses 14
Minuten Epos der König am Ende einer starken CD mit vielen kürzeren
Thronfolgern vorneweg.
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