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Zuerst muss ich mal gestehen, ich würde mich nicht gerade als GRAVE
DIGGER Fan bezeichnen. Die Songs waren mir immer zu wenig
überraschend und vom Stil her irgendwie etwas in den 80ern stehen
geblieben. Außerdem genieße ich zu deustchem Metal gerne eine etwas
flexiblere Stimme und gewagtere Gesangslinien als sie Herr Boltendahl
geboten hatte. Gerne gehört habe ich die Truppe aber trotzdem immer
und besonders die textlichen Konzepte konnten beeindrucken.
Als weltoffener Metaller freut es mich vielleicht deshalb besonders
auf THE GRAVE DIGGER eine Band vorzufinden, die sich sehr zu
ihren Gunsten entwickelt hat. Bei den ersten Durchläufen hatte ich
manchmal das Gefühl eine Prise Rage zu hören aber das ist mit dem
neuen Gitarristen Manni Schmidt ( Ex-Rage) wohl nicht verwunderlich.
Chris Boltendahl muss man das Kompliment machen, dass er mich nach
fast 20 Jahren Bandkarriere doch noch überzeugt hat. Klarer Gesang und
hohes Kreischen kommen genauso
zum Einsatz wie die altbewährte Reibeisenstimme.
Auch musikalisch bewegt sich der GRAVE DIGGER. Der Gasfuß
presst nicht immer bis auf das Bodenblech, ab und zu kommt sogar mal
die Bremse zum Einsatz aber keine Angst..... ein Gang ist immer drin.
So geht es vom flotten "Son Of Evil" über das stampfende "Scythe Of
Time" und das rollende "Funeral Procession" bis zum abschließenden,
balladesken
"Silence" ohne Füller. So gefallen mir die Totengräber.
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