Band: HELLOWEEN
CD: BETTER THAN RAW

Jahr: 1998

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Erst haben mich die klassischen Töne des Intros "Deliberatly Limited Preliminary Prelude in Z" ja sehr an die richtige "Alt"-klassik erinnert, aber nach der Hälfte der Spielzeit kommt das Ding auf einmal daher wie die Titelmelodie des neuen Walt Disney Films: Schneeflitchen und die 7 Schergen. Das echte Osterei kommt aber erst wenn die letzten Töne des Intros verklingen. HELLOWEEN steigen mit "Push" in ihre neue Scheibe ein als wollten sie Pantera wie einen vorpubertären Knabenchor aussehen lassen. Andi Deris kreischt sich durch die erste Strophe wie die Wiedergeburt von Rob Halford als er noch Eier hatte und die Gitarreros schrubben mit einer Geschwindigkeit über die Saiten, die bei Selbstbefriedigung zu schweren Verbrennungen führen könnte. Und wer glaubt, daß sich nur dieser Song so anhört hat sich geschnitten. Klartext: Mit Sicherheit das härteste HELLOWEEN-Album seit Menschen gedenken. Ob es an Schlagzeuger Uli Kuschs erstmaliger kreativer Schaffensphase beim Schreiben der Stücke liegt oder an der Wut darüber, daß Modern Talking sich wiedervereinigt haben, solch harte Songs hätte wohl keiner erwartet. Natürlich wird nicht nur geprügelt sondern auch der anspruchsvolle Metalkopf befriedigt. Dafür haben Weiki & Co mit "Laudatio Domino" extra das kleine Latinum vertont. Die erste Single heißt " I can" und wird auch als Video über den VIVA oder MTV-Schirm flimmern.