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Das war wohl auch nötig eine Live-Scheibe aufzunehmen. Erstens muß man
im Hause JUDAS PRIEST ja mit den Spekulationen aufräumen "kann Ripper Owens die
alten Nummern bringen oder nicht?" und zweitens war diese Studio-Live-Scheibe aus den
80ern ja nicht gerade das gelbe vom Ei. Ein wenig nachbessern ist bei Liveaufnahmen ja
erlaubt. aber wenn man dann die ganze Atmosphäre zerstört. Zu Erstens sei gleich mal
klargestellt: Dieser Sänger klingt wie ein Doppel-Halford in seinen besten Tagen. Was
für ein Organ! Und damit meine ich ausnahmsweise seine Stimme, hehe. Ripper schreit,
quietscht und gröllt sich durch die gesamte Doppel-CD als ging's um einen Videodreh mit
Pamela. Der Mann überzeugt jeden alten Judas-Fan nach drei Sekunden, glaubt mir.
Zu Zweitens gibt es auch Erfreuliches zu berichten. '98 LIVE MELTDOWN klingt wie eine
Live-Scheibe klingen muß. Nämlich live! Überrascht was? 24 Songs überrollen den Hörer
wie ein tollwütiger Truck. Der Eindruck eines Konzertes ist echt gut eingefangen und auch
die Titelauswahl ist akzeptabel. Fünf Nummern vom letzten Album JUGULATOR sind gerade
noch an der Grenze, passen sich aber gut ins Gesamtbild ein. Ansonsten geht's von den
alten Tagen (Beyond the realms of death, Ripper, Victim of changes, Diamonds & Rust)
über die starken 80er (Breaking the law, You've got another thing coming, Metal gods,
Grinder) bis zur Painkillerzeit (Nightcrawler, Touch of evil, Metal meltdown, Painkiller).
Los geht's mit The Hellion / Electric eye, Painkiller ist der Stimmenhammer!!! und als
Zugabe gibt's Hell bent for leather und Living after midnight. Na? Klingt das gut? Und das
war noch nicht alles! Da packt man doch gerne mal die Nietenarmbänder aus der Schublade
und bangt sich für zwei Stunden zurück in die gute alte Heavy Metal Zeit.
THE PRIEST IS BACK!!!
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