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Wer SYMPHONY X nicht spätestens nach ihrem 2000er Werk "V - The New
Mythology Suite" kennt, hat wahrscheinlich sowieso kein Ohr für
metallischen Progmetal. Von einer ehrgeizigen Nachwuchsband aus New
Jersey, die sehr hart für ihr japanisches Label arbeiten muss, zu
einer der führenden Bands im klassischen progressiven Bereich
herangewachsen, legen die 5 Amerikaner mit THE ODYSSEY noch mal
nach.
Dass
diese Band spielen kann, ihre Instrumente beherrscht und eine
musikalische Einheit darstellt die ihres Gleichen sucht ist sowieso
klar. Mit ihrem sechsten Studioalbum beweisen SYMPHONY X aber
auch, dass ihren kreativen Köpfen die Ideen noch lange nicht ausgehen.
Im Gegenteil, nach Track Nummer 7 "Awakenings", mit seinem
hymnenhaften Refrain ist der Käufer schon mehr als zufrieden. Er
bekommt dann als Sahnehäubchen aber noch das 24minütige "The Odyssey"
dazu.
In einer atemberaubenden musikalischen Reise durch die griechische
Odysseus-Saga vertonen SYMPHONY X so legendäre Stationen wie
die der Sirenengesänge (´Sirens`), den Sieg über die Zauberin Kirke
(´Circe – Daughter Of The Sun`), die gefahrvolle Fahrt zwischen Skylla
und Charybdis hindurch (´Scylla And Charybdis`) und schließlich das
Erreichen der heimatlichen Insel Ithaka (´The Fate Of The Suitors /
Champion Of Ithaka`).

Vom Sound her fällt dem Kenner sofort auf, dass THE ODYSSEY
härter und agressiver klingt als die Vorgänger. Das war laut Band
Absicht und meiner Meinung nach ein Volltreffer. Sänger Russell Allan
verpaßt seiner Stimme einen etwas rauheren Ton, ohne die Melodien zu
vernachlässigen und liefert eine wie immer, geniale Leistung ab.

Vergleiche hinken bekanntlich, aber wer diese Band wirklich noch nicht
kennt, stellt sie sich am Besten als eine Mischung aus Dream Theater
(Prog), Savatage (Kraft und Epic) und Malmsteen (Klassik) vor. Dazu
kommt noch das Opern und Musical Studium von Keyboarder Michael
Pinella und fertig ist die Kraftbrühe. Das ist Musik aus der ich
Energie tanken kann!
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