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Ausgabe: Dezember 2001 / Januar 2002
 

Die Plätzchen wärmen sich im Ofen, Kinder üben „Stille Nacht“ auf der Blockflöte und Papi versucht den Baum zu löschen. Die Weihnachtszeit ist da. Die Säcke sind gefüllt, die Pferdchen sind angespannt und der Mann mit der großen Rute erfreut Groß und Klein. OK, das könnte man auch auf jeder Erotikmesse erleben. Denkt überhaupt noch jemand an den eigentlichen Sinn von Weihnachten? Wie sollte man auch in diesen Zeiten Gefühle von Ruhe, Gemütlichkeit und Harmonie empfinden können?

Es herrscht immer noch Krieg. Ein Bundeswehr Kampfeinsatz stand zur Diskussion. So mancher Soldat regte sich auf: „Ich bin doch nicht zur Armee um irgendwann mal wirklich zu kämpfen. Ich wollte doch nur meine Ausbildung zum Mechaniker günstig machen!“ Die Rezession hält unser Land in ihren Klauen. So viele Arbeitslose, und trotzdem moderieren im Radio nur Stümper. Eine Studie besagt, die Deutschen Lehrstellen-Bewerber sind schlecht vorbereitet. Klar, erhebliche Mängel bestehen vor allem beim Kaffee kochen, Bier holen und Hund-vom-Chef-Gassi-führen. Die Deutsche Wirtschaft am Boden und der Euro soll es richten. Na ja, Papst Johannes Paul II hat den Euro immerhin gesegnet. Was geht den das eigentlich an? In Polen gibt’s weiterhin nur Zloty.

Und dann noch die ganzen Anschläge und Toten. Für die Opfer des WTC hat George Lucas Star Wars - Requisiten im Internet versteigert. Viele Opfer hätten das Jetpack von Boba Fett allerdings ein paar Wochen eher gebrauchen können. Dann stirbt auch noch Beatle George Harrison. Ich habe in Hamburg mit ein paar anderen Fans seinem musikalischen Werk auf der Reeperbahn gedacht. Wir haben unsere "Yellow Submarine" ausgiebig auf Tauchfahrt geschickt. Seine Post traut man sich schon nicht mehr aufzumachen, könnten ja Milzbrandviren drin sein. Die Menschen sind so nervös, in Hannover hatte eine harmlose Chemikalien - Pfütze Giftgasalarm ausgelöst. Es hatte bloß wieder jemand sein McDonald's - Essen erbrochen.

Die Menschen die Arbeit haben gehen aber auch nicht pfleglich damit um. In Leipzig surfte ein Lehrer während des Unterrichts auf Sex – Seiten. Irgendwie kann ich den Mann sogar verstehen.Im Winter haben seine Schülerinnen so dicke Pullis an, da musste er sich was anderes einfallen lassen um die Hormone ein wenig in Schwung zu halten. Dabei leben in Ostdeutschland statistisch gesehen, sehr viel mehr Frauen als Männer. Wer die Frauen in der Zone mal gesehen hat weiß aber auch warum.

Ja ja, in Westdeutschland sind die Frauen mit zwei Millionen auch in der Überzahl. 42 Millionen Frauen stehen 40 Millionen Männern gegenüber. Diese Feststellung machte ein Kölner Institut für deutsche Wirtschaft. Es werden zwar jährlich 20.000 Jungen mehr zur Welt gebracht als Mädchen, aber ab dem Alter von 60 Jahren dominieren die Frauen, die Männer geraten in die Unterzahl. Bei den über 90-Jährigen kommen auf einen Mann sogar drei Frauen. Was will ich denn mit drei Frauen wenn ich 90 bin? So eine Meldung macht aber auch einigen Hoffnung. Chefredakteur Martin „Viagraallergie“ Müller rechnet sich gute Chancen aus in der Rente auch mal eine abzubekommen. Eine andere Studie besagt dass 90% aller Frauen Männer mit gepflegten Händen für gute Liebhaber halten. Vielleicht sollte diesen Frauen mal einer sagen dass dafür 90% aller Männer mit gepflegten Händen schwul sind.

Es ist aber nicht alles hoffnungslos. Die Japanische Herrscherfamilie hat endlich Nachwuchs bekommen. Es ist zwar nur ein Mädchen geworden, aber sie haben die Kleine nicht ertränkt sondern Aiko genannt. Gab es da nicht mal einen Roboter – Hund, oder einen Killerwal, oder war es ein Pokémon? Ich wünsche euch jedenfalls eine gute Zukunft, alles Geile zu Weihnachten, einen glatten Rutsch einen neuen Bundeskanzler, einen Arbeitsplatz und auch sonst ein erfülltes Leben. Denk dran Martin: „Ab 90 wird alles besser!“

 

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